„Ich verstehe, warum die Menschen hier Angst vor Flüchtlingen haben“

Nedal Alkhaled flüchtete von Syrien nach Österreich. Prügel, Demütigung und Schlepper, die ihn betrogen haben, lassen ihn immer wieder verzweifeln. Jetzt lebt er mit seiner Frau und den Kindern in Wien. Doch die harten Brocken, die kommen erst.

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Ein hochmodernes Schnellboot wurde ihm von den türkischen Schleppern versprochen. Die Überfahrt von Izmir nach Lesbos würde eine Stunde dauern. Zehn Flüchtlinge wä- ren an Bord. Für die insgesamt 2000 Euro bekäme er die beste Schwimmweste, ein Brötchen gegen den Hunger gäbe es auch. Doch als Nedal Alkhaled um drei Uhr in der stockdunklen Nacht zu dem vereinbarten Treffpunkt kommt, steht er vor einem maro- den Schlauchboot und blickt in 45 andere verzweifelte Gesichter. Männer, Frauen und Kinder. Er denkt an seine Familie, die in der Zwischenzeit in den Libanon geflüchtet ist. An seine Frau und seine fünf Söhne. Er könnte auf dieser Überfahrt sterben, das weiß er. „Die Schlepper haben uns nicht einmal erlaubt, die Schwimmwesten anzuziehen. Obwohl sie uns die Westen zuvor teuer verkauft hatten. Sie haben uns angeschrien, es wäre mehr Platz auf dem Boot, wenn wir sie nicht tragen.“

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Kategorien:Reportage

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